Digitale Ambivalenz und systematisches Denken

Stephanie Borgert

Stephanie Borgert 
059: Digitale Ambivalenz und systemisches Denken

Wie gehen wir mit der Komplexität um - in Arbeit und Gesellschaft? Und wie können wir uns erlauben, ihre vielen Ambivalenzen im täglichen Ringen in komplexen Systemen in Organisationen, Projekten und Teams auszuhalten? Stephanie Borgert versteht eine Menge von komplexem Denken und Handeln. Im neuesten #MoTcast mit Gastgeber Ingo Stoll spricht die Beraterin, Autorin und Weiterdenkerin einmal mehr Klartext.

 

 

„Ich bin ein Störenfried. Dafür werde ich engagiert.“

 

 

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Zitate aus der Sendung

„Systemisches Denken kann unser Leben leichter machen - nicht einfacher.“
[Stephanie Borgert]

„Komplexe Systeme sind intransparent. Sie entziehen sich damit der Idee von zentraler Steuerung und von Kontrolle.“
[Stephanie Borgert]

„Komplexe Systeme sind eben gerade nicht linear zu bedienen.“
[Stephanie Borgert]

„Das Maschinenbild von Menschen in einer Organisation ist immer noch das handelsübliche Führungsbild. Das Optimieren am Befinden des Einzelnen ist aber kein erfolgversprechendes Handeln in komplexen Systemen.“
[Stephanie Borgert]

 

 

„Wenn ich mich als Führungskraft an den einzelnen Individuen und den passenden Möhren abarbeite, ignoriere ich die wichtigsten Hebel in sozialen Systemen.“
[Stephanie Borgert]

„Das Individuum ist in sozialen Systemen viel unwichtiger als wir immer glauben.“
[Stephanie Borgert]

„Die wichtigsten Fragen sind: Welche Bedingungen, welches Arbeitsumfeld und welche Strukturen brauchen wir für das bessere, große Ganze. Wenn wir diese Fragen ernsthaft stellen und auch beantworten, dann schaffen wir auch lebenswerte Arbeitsbedingungen für alle in der Organisation.“
[Stephanie Borgert]

„New Work wird in der Beraterbranche oft auf neue Methoden und Tools runtergebrochen. Damit sind wir wieder im inearen Denken gefangen.“
[Stephanie Borgert]

 

 

„Wir denken, 'agil' kann gewisse Missstände heilen, wie beispielsweise Silos auflösen. Das kann es aber nur, wenn wir auch die Haltungen und das Denken verändern.“
[Stephanie Borgert]

„Die Diskussion ist mir ganz oft viel zu oberflächlich.“
[Stephanie Borgert]

    „Wir müssen erst einmal schauen, ob die wahren Probleme wirklich gelöst werden sollen. Oft ist das gar nicht der Fall.“
    [Stephanie Borgert]

    „Ich bin ein Störenfried. Dafür werde ich engagiert.“
    [Stephanie Borgert]

     

     

    „Wir müssen runter auf die echte Problemebene.“
    [Stephanie Borgert]

    „Wenn wir über Transformation sprechen, dann verändern wir Struturen und mentale Modelle. Da braucht es den absoluten Willen der gesamten Organisation - inkl. Geschäftsführung.“
    [Stephanie Borgert]

    „Ja. Und Jein. Und nein.“
    [Stephanie Borgert]

    „Weil soziale Systeme so ticken wie sie ticken, sind sie sehr konservativ. Deshalb brauche ich die Schlagkraft der Geschäftsführung. Und sie muss mitmachen.“
    [Stephanie Borgert]

    „Klartext wird oft gefordert, aber selten gesprochen.“
    [Stephanie Borgert]
     

     

     

    Buchempfehlungen von Stephanie Borgert

    Mittlerweile sind es schon 4 Bücher, die die ambitionierte Unternehmerin und Beraterin veröffentlicht hat. Das Arbeitsbuch "UNKOMPLIZIERT" gehört zu meinen Lieblingswerkzeugen, um das komplexe Denken und Handeln immer wieder in die Anwendung zu bringen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten (abseits von Amazon) finden sich auf ihrer Website unter stephanieborgert.de.

     

    UNKOMPLIZIERT

    Dieses Arbeitsbuch für Praktiker bildet die Basis für die grundlegende Beschäftigung mit systemischem Denken und Handeln. Das Workbook liefert Ihnen keine fertigen Rezepte, sondern ein neues Mindset für komplexes Denken sowie praktische Werkzeuge und Ideen, wie Sie sich den täglichen Herausforderungen in Ihrer Organisation stellen. 

    DIE IRRTÜMER DER KOMPLEXTITÄT

    Tausendmal gehört, tausendmal erlebt. Jeder kennt Komplexität, denn sie prägt unser Jahrhundert und hat unsere Arbeitswelt verändert. Die Aufgaben werden immer mehr, die Veränderungszyklen immer kürzer, die Vernetzung wächst. Komplexität taucht in vielen Zusammenhängen auf, mal sinnvoll, mal nur als Buzz-Word.
     
    Eines jedoch ist klar: Wir haben noch keinen Schimmer, was Komplexität ist, geschweige denn wie wir sie meistern können. Gleichzeitig existieren unzählige Irrtümer wie der Ruf nach Vereinfachung, nach mehr Daten, nach besserer Planung.
    Das Buch klärt diese Irrtümer auf, liefert relevantes Hintergrundwissen und ist dabei stets auf Praxisorientiertheit ausgerichtet.

    RESILIENZ IM PROJEKTMANAGEMENT

    Es sind nicht immer tragische Katastrophen oder Naturgewalten, die Turbulenzen oder Krisen auslösen. Die hohe Rate an Veränderungen in Organisationen sind schon Turbulenz genug. Und Projektorganisierte Arbeit ist selber eine Turbulenz, da sie immer Veränderungen und Unerwartetes mit sich bringt. So gut die Planung auch ist, greift sie in komplex dynamischen Systemen doch nur partiell.

    Adaptivität ist das, was Projekte brauchen, um widerstandsfähiger gegenüber Störungen und Krisen zu sein. Dabei ist Adaptivität Fähigkeit und Eigenschaft gleichermaßen. Der Anspruch adaptiver Projekte ist, auch in unruhigen Zeiten stabile Ergebnisse zu erzielen und sich als Organisation daraus weiter zu entwickeln. Die tragenden Säulen für diese Art von Projekten sind Kultur und Management.

    HOLISTISCHES PROJEKTMANAGEMENT - VOM UMGANG MIT MENSCHEN, SYSTEMEN UND VERÄNDERUNG

    Täglich wird in Unternehmen an tausenden Projekten gearbeitet. Viele von ihnen sind zum Scheitern verurteilt, bevor sie begonnen haben. Unklare Ziele und Verantwortlichkeiten, aneinander vorbei arbeitende Projektteams, internes Machtgerangel - so sieht es allzu oft hinter den Kulissen aus. 

     

     

    Shownotes and Links

     

     

     

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    Mein Dank gilt Stephanie Borgert für die gemeinsame Zeit am Rande des Wirtschaftsforums Münster 2018 und die weiteren Empfehlungen für spannende Gäste des #MoTcast in der Zukunft.