Die Illusion der Unbesiegbarkeit

Andreas Krebs, Paul Williams

Andreas Krebs & Paul Williams
081: Die Illusion der Unbesiegbarkeit

 

Wie konnte es sein, dass Nokia in nur 10 Jahren vom unangefochtenen Handy-Champion in die Bedeutungslosigkeit gestürzt ist? Wieso erging es so vielen Marktführern und Erfolgsunternehmen ähnlich? KODAK, Quelle & Co. Liegt im Erfolg schon der Kern des Scheiterns versteckt? Der Top-Manager Andreas Krebs und Coach Paul Williams wissen aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung genau, wovon sie da reden. Ihr Buch "Die Illusion der Unbesiegbarkeit - Warum Manager nicht klüger sind als die Incas vor 500 Jahren" war Anlass und Titelgeber des neuesten #MoTcast mit Audiograf Ingo Stoll.

 

 

"Wenn ich selbst positiv nach vorne denke - wer denkt dann für mich das Undenkbare?"

     


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    Über Andreas Krebs

    Andreas Krebs ist Unternehmer, Buchautor, international erfahrener Manager sowie Referent zu Leadership, Entrepreneurship und Change Management. Als einer von wenigen Deutschen hat er es in einem „Big Pharma“-Konzern in das Executive Board und „Corporate America“ geschafft.

    Heute leitet Andreas Krebs mit einem Freund und Partner sein eigenes Venture Capital Unternehmen Cologne Invest, das in junge Start-ups und Wachstumsunternehmen in vielen Branchen und der New Economy investiert. Bis 2010 hat Andreas Krebs in internationalen Führungspositionen für die Bayer AG und die Wyeth Corporation gearbeitet, zuletzt als Konzernvorstand in den USA, mit über 8000 Mitarbeitern in 96 Ländern.

    Er war in sieben Ländern tätig, in UK, Österreich, neun Jahre in Lateinamerika, in Asien, Kanada und zuletzt in den USA. Seit 2010 ist Andreas Krebs Aufsichtsratsvorsitzender der Merz KGaA, Frankfurt am Main, und hat weitere Beirats- und Aufsichtsratsmandate in unterschiedlichen Branchen.

    Darüber hinaus engagiert er sich als Vorsitzender des Fördervereins Girassol e.V. für Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigem Umfeld in São Paulo/Brasilien.

     

    Über Paul Williams

    Paul Williams ist Unternehmer, Buchautor, international erfahrener Manager und Coach. Seit 2003 führt er als Managing Partner das Beratungsunternehmen paul williams & associates in Monheim am Rhein, mit den Schwerpunkten Leadership Coaching, Selbst-Management, Management-Diagnostik und Organisationsentwicklung.

    Für die Bayer AG war der Naturwissenschaftler und gebürtige Engländer im internationalen Vertrieb, im Marketing und im General Management in Australasien, den USA, Nahost und Afrika tätig. Ab 1995 war Paul Williams weltweit mit Human-Resources-Verantwortung betraut, unter anderem in den Bereichen Vertrieb International, Globale Forschung und Produktentwicklung.

     

    Buch-Tipp: Die Illusion der Unbesiegbarkeit

    Warum Manager nicht klüger sind als die Incas vor 500 Jahren.

    Einmal Spitzenreiter, immer Spitzenreiter? Schön wäre es. Doch in der Wirtschaft gibt es nur ein Gesetz, das universale Gültigkeit besitzt: Sicher ist, dass nichts sicher ist. Das beweist auch ein Blick auf die „Fortune 500“-Listen des gleichnamigen US-Magazins: Erstmals veröffentlicht im Jahr 1990, finden sich fünfzehn Jahre später nur noch drei der ehemaligen Gipfelstürmer unter den Top Ten. Und nicht nur das: Während 1990 die USA mit sechs Unternehmen an der Spitze der Weltwirtschaft stand, sind es 2015 nur noch zwei – dafür aber gleich drei chinesische Konzerne. Größen wie IBM, General Electric, General Motors: Schnee von gestern. Was ist passiert? Wir werden aktuell Zeuge einer tektonischen Verschiebung der Weltwirtschaft! Und es scheint, als würde mit jedem Aufstieg bereits unweigerlich jene Hybris geboren werden, die den späteren Absturz schon vorprogrammiert. Das gilt nicht nur für weltweit tätige Konzerne, sondern gleichermaßen auch für Familienunternehmen, Mittelständler und Start-ups.

    Warum und unter welchen Bedingungen gelingt neuen Systemen der Aufstieg? Und gibt es allgemeingültige Faktoren, die Wendepunkte auslösen und schlimmstenfalls den Niedergang besiegeln? Diesen Fragen widmen sich Andreas Krebs und Paul Williams in ihrem Erstlingswerk Die Illusion der Unbesiegbarkeit. Die beiden international versierten Topmanager werfen einen Blick hinter die Fassaden des wirtschaftlichen Unternehmenserfolgs und greifen zwei Grundkonstanten menschlichen Wirkens auf: Gelingen und Scheitern. Die Autoren schöpfen dabei aus ihrer eigenen umfassenden Erfahrung sowie aus Gesprächen mit über 20 Hochkarätern aus Wirtschaft, Politik, NGOs und Akademia.

    „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, bemerkte Altbundeskanzler Helmut Schmidt schon 1980. Trotzdem kommt kein Unternehmen, dass etwas auf sich hält, ohne eine Vision aus. Doch sind Visionen tatsächlich immer nützliche Treiber des Geschehens? Blicken wir einmal 500 Jahre zurück: Es war die Vision, wieder „Ordnung in die Welt zu bringen“, die das Volk der Inca antrieb, ihr Reich immer weiter auszudehnen. Dabei konnte ihre „Welt AG“ gar nicht groß genug sein. Am Ende war das riesige Imperium kaum noch regierbar – Ähnlichkeiten zu heutigen Großkonzernen sind kaum zufällig. Diese Analogie zieht sich wie ein roter Faden durch Die Illusion der Unbesiegbarkeit. Aber keine Sorge: Es ist keines jener Bücher, in denen Parallelen auf Biegen und Brechen konstruiert werden. Sie werden vielmehr überrascht sein, wie erfolgreich bereits die Incas mit Themen wie Integration, Übernahmen oder Talent Recruiting umgegangen sind. Der Titel ist ein Highlight im Sumpf der immergleichen Managementliteratur, das seinesgleichen sucht. Spannend zu lesen, angereichert mit einer ordentlichen Portion Selbstironie und schwarzem Humor. Sind Sie bereit, sich auf die Reise zu machen?

     

    Event-Tipp: Live-Lesung aus dem Buch "Die Illusion der Unbesiegbarkeit" am 11.4.19 in Leverkusen

    Wer in der Ecke ist, sollte sich das - nebst einem persönlichen Dialog mit den Autoren - nicht entgehen lassen.

     

    Zitate und Statements aus der Sendung

    "Bei den Inkas hat es viele Muster gegeben, die sich absout glaubwürdig in die moderne Welt übertragen lassen."
     
      "Gibt es einen Aufstieg ohne Fall? - Das war der Arbeitstitel des Buches."
       
      "Bei Nokia hat sich auch die Organisation nach oben gemedet und gesagt 'wir müssen uns verändern', aber die Veränderungsbereitschaft war nicht vorhanden."
       
       
      Die Autoren fanden ihre Inspiration zum Buch bei den Incas in Peru.
       
       
        "Im großen Erfolg steckt schon der Kern des Scheiterns."
         
          "Bin ich bereit, in der Phase des großen Erfolgs das Undenkbare zu denken?"
           
            "Meine persönliche Erfahrung im Risikomanagement: Die großen Katastrophen waren vorher nie abgebildet."
             
              "Man muss es oft erzwingen, auch die Welt da draußen zu sehen."
               
                "Ins Coaching kommen leider nicht die, die kommen müssten."
                 
                  "In Unternehmen, die über lange Zeit erfolgreich sind, entwickeln sich starke Kulturen der Verhinderung unangenehmer Fragen - wie der 'Was könnte uns zum Scheitern bringen?'."
                   
                    "Das Top-Management sitzt im Spiegelkabinett. Wenn du da oben sitzt, hast du das Gefühl, du bist von Spiegeln umgeben. Es dringt nichts mehr hoch. Alles wird gefiltert, steril und bakterienrein nach oben getragen." 
                     
                    "Alle Stereotype im Management gibt es, aber ich würde sagen, dass Positive überwiegt."
                     
                     
                     
                     
                      "Ich kenne NGOs, in denen Riesen-Egos unterwegs sind und Eitelkeiten - und das auf gemeinnützigsten Gelände."
                         
                        "Ich muss meine Antennen nach außen erhalten, weil die Struktur der Organisation permanent dagegen arbeitet." 
                         
                          "In Organisationen gibt es einen darwinistischen Selektionsdruck. Das was (vom Top-Management) vorgelebt wird, wird auf der Ebene des mittleren und unteren Management repliziert."
                           
                              Empfehlenswerter Führungsstil? Für mich persönlich ist es ein Hybrid zwischen partizipativ und situativ."
                                 
                                "Ich möchte mich mit dem unterhalten, der die Arbeit macht. Dasmuss von einer Organisation erstmal ausgehalten werden."  
                                 
                                "Wenn ich Vertrauen schenke, dann bekomme ich ganz viel Vertrauen bestätigt." 
                                 
                                  "Entscheidend ist, wie sehr ich einen Verantwortungssog erzeuge - nicht Delegation von oben nach unten."
                                     
                                     
                                    Die Illusion der Unbesiegbarkeit erlebten schon die Incas.
                                     
                                     
                                    "Die Führungskraft als Coach ist per Definition nicht möglich. Als Coach bin ich auf Augenhöhe, bin unabhängig und nicht Teil seines Systems."  
                                       
                                      "Empowerment ohne Regel-Frameworks bedeutet Chaos." 
                                             
                                            "Verantwortung wollen viele, aber Verantwortung tragen wollen deutlich weniger." 
                                                 
                                                "Reflexion ist ein Schritt in Richtung Königsweg - und Zuhören können." 
                                                       
                                                      "Empirisch ist belegt: Je höher Menschen im Management kommen, desto schechter können sie zuhören." 
                                                           

                                                           

                                                          Links zur Sendung

                                                           

                                                          Mein Dank gilt Andreas Krebs und Pual Williams für einen herzlichen Empfang in Langenfeld, den offenen Austausch und viel Bestätigung für ein menschliches Management.

                                                           

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